Die spanische Regierung wird alle Rabatte für Züge und Busse für das gesamte Jahr 2026 verlängern und die lang erwartete einheitliche Verkehrskarte einführen. Auf der letzten Ministerratssitzung des Jahres beschlossen, garantiert der rechtliche und wirtschaftliche Rahmen (mit einer Dotierung von 1,371 Milliarden Euro) die Fortführung der aktuellen Zuschüsse und gibt grünes Licht für die neue Monatskarte zu 60 Euro (30 Euro für unter 26-Jährige). Diese Karte, die ab dem 19. Januar erhältlich ist, ermöglicht unbegrenzte Fahrten in Nahverkehrszügen (Cercanías), Mittelstreckenzügen (Media Distancia) und staatlichen Buslinien und ist der erste Schritt hin zu einem integrierteren System.
Die neue Karte ersetzt nicht die bestehenden Vergünstigungen, sondern ergänzt sie. Reisende können zwischen der Einheitskarte oder anderen ermäßigten Tickets wählen. Zum Erwerb ist eine Registrierung auf der Website des Ministeriums und die Beantragung eines eindeutigen Identifikators erforderlich. Verkehrsminister Óscar Puente hat betont, dass das Ziel darin besteht, das Angebot um den städtischen und metropolitanen Nahverkehr zu erweitern, obwohl dies von der freiwilligen Beteiligung der Autonomen Gemeinschaften und Gemeinden abhängt, von denen viele von der PP (Volkspartei) regiert werden.
Zusammen mit dieser Neuerung werden weitere Tarifoptionen mit starken Rabatten eingeführt. Für den Hochgeschwindigkeitsverkehr Avant wird der “Pase Vía” eingeführt – ein Quartalsticket mit progressiven Rabatten, die für Vielfahrer bis zu 72 % erreichen können – sowie eine 10-Fahrten-Karte mit 50 % Ermäßigung. Für die Cercanías wird das “Cronos”-System ausgebaut, das ab der fünften Fahrt einen Rabatt von 40 % gewährt, wenn am Drehkreuz mit Bankkarte bezahlt wird.
Die für 2026 verlängerten Vergünstigungen sind umfangreich. Die Monatskarten für 20 und 10 Euro für Jugendliche in den Cercanías bleiben erhalten, ebenso wie die Kostenfreiheit für Kinder unter 14 Jahren und Rabatte von 40-50 % auf Mittelstrecken- und Avant-Verbindungen. Bei staatlichen Bussen bleiben die Kostenfreiheit für Kinder, der 40 % Rabatt auf 10er-Karten und bis zu 70 % Rabatt auf Monatskarten für Jugendliche bestehen. Die Regierung wird ihren Anteil (20 %) der Zuschüsse für den regionalen und lokalen Verkehr finanzieren, auch wenn diese Verwaltungen sich nicht an der Kofinanzierung beteiligen.
Die seit dem 1. Januar geltenden Zuschüsse stellen laut Ministerium eine “historische Anstrengung” dar. Mit über 11 Milliarden Euro, die seit 2018 investiert wurden, ist es gelungen, die Nutzung des öffentlichen Verkehrs im Vergleich zu 2022 um 23 % zu steigern und die Mobilitätsausgaben der Familien um 75 % zu senken. Das Dekret muss innerhalb von 30 Tagen vom Parlament gebilligt werden, was die Regierung aufgrund der früheren Unterstützung für diese Maßnahmen als sicher ansieht.
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