Der Ministerrat hat soeben ein Maßnahmenpaket verabschiedet, das darauf abzielt, die Art und Weise zu ändern, wie wir uns fortbewegen und vor allem, wie wir unsere Fahrzeuge betanken. Es handelt sich nicht um einen bloßen Einfall, sondern um einen rechtlichen Rahmen, der bis zum Jahr 2040 Bestand haben soll, mit dem ehrgeizigen Ziel, dass der Verkehr nicht länger einer der großen Umweltsünder bleibt. Die Idee ist einfach, aber ehrgeizig: die Emissionen von Treibhausgasen zu reduzieren, aber ohne die ganze Last nur auf die einfachen Bürger abzuwälzen, sondern auf diejenigen, die uns den Kraftstoff verkaufen. Die Regierung hat verstanden, dass es nicht ausreicht, das Auto zu wechseln; man muss das Benzin, den Diesel und sogar das Kerosin für Flugzeuge ändern, und dazu muss sie den Unternehmen klare Signale geben, damit sie in grünere Alternativen investieren.
Das Auffälligste an diesem Abkommen ist, dass es jährliche Emissionsreduktionsziele für jede Verkehrsart festlegt, aber ohne die Menschen mit komplizierten Zahlen zu überfordern. Grob gesagt wird für Autos und Lastwagen gefordert, dass das Benzin und der Diesel, die sie in den Tank füllen, bis 2040 ihren CO2-Fußabdruck um 30 % im Vergleich zu dem, was sie heute ausstoßen, reduziert haben. Und es ist nicht nur ein Prozentsatz: Es wird auch vorgeschrieben, dass in demselben Jahr fast ein Viertel des auf der Straße verwendeten Kraftstoffs fortschrittlichen Ursprungs sein muss, wie Biokraftstoffe aus Abfällen, Biogas oder erneuerbarer Wasserstoff. Ähnliches gilt für Kabotageschiffe (die zwischen spanischen Häfen verkehren) und für noch nicht elektrifizierte Züge, die ihre Emissionen in diesem Zeitraum um 33 % bzw. 50 % senken müssen. In der Luftfahrt, obwohl sie sich auf europäische Vorschriften bezieht, wird ebenfalls erwartet, dass sie bis 2040 34 % nachhaltige Kraftstoffe verwendet. Kurz gesagt, es geht darum, dass dieser Kraftstoff jedes Mal, wenn wir den Tank füllen, weniger schädlich ist.
Aber was, wenn wir uns für ein Elektroauto entscheiden? Dort hat sich die Regierung einen cleveren Anreiz ausgedacht: die sogenannten e-credits. Grundsätzlich handelt es sich um ein System, das es ermöglicht, den erneuerbaren Strom zu erfassen, den die Plug-in-Fahrzeuge verbrauchen, und diese Gutschriften können an Ölgesellschaften oder Verteiler verkauft werden, damit diese ihre Dekarbonisierungsverpflichtungen erfüllen können. Wer also Ladepunkte installiert oder grünen Wasserstoff produziert, kann zusätzliche Einnahmen erzielen, was den Bau von mehr Ladestationen und die Produktion von sauberer Energie fördert. Es ist eine Möglichkeit, dass das Elektroauto nicht nur gut für die Umwelt ist, sondern auch ein kleines Geschäft generiert, das seinen Ausbau beschleunigt. Dieser Mechanismus verhindert außerdem, dass die Verantwortung allein auf dem Geldbeutel des Fahrers lastet, sondern verteilt die Anstrengung auf die gesamte Kette: vom Energieerzeuger bis zum Verkäufer.
Ein wichtiges Detail ist, dass das Gesetz dem Bürger nicht vorschreibt, welches Auto er kaufen soll, und ihn auch nicht dafür bestraft, dass er sein altes Fahrzeug nutzt. Die Verpflichteten sind die großen Kraftstofflieferanten: die Unternehmen, die Benzin, Diesel, LPG oder andere Treibstoffe verkaufen. Sie müssen jedes Jahr mehr erneuerbare Produkte in ihre Zapfsäulen mischen, und wenn sie das nicht tun, müssen sie mit sehr schweren Sanktionen gemäß dem Kohlenwasserstoffgesetz rechnen. Es gibt aber auch Flexibilität: Wenn ein Unternehmen erneuerbaren Wasserstoff produziert und in einer Fabrik verwendet, kann es einen Teil dieser Einsparung auf den Straßenverkehr anrechnen, was dem Sektor einen gewissen Spielraum gibt, sich ohne Erschütterungen anzupassen. Darüber hinaus wird ein Verifizierungssystem geschaffen, das den Ursprung jedes erneuerbaren Kraftstoffs von der Rohstoffquelle bis zum Tank zurückverfolgt, um zu verhindern, dass uns etwas als „grün“ verkauft wird, was es nicht ist. Sogar ein jährliches Siegel als „Vorreiter der Energiewende“ wird an diejenigen vergeben, die die meisten erneuerbaren Energien zertifiziert haben.
Im Kern ist dieses Abkommen ein notwendiger und mutiger Schritt, auch wenn er nicht ohne Herausforderungen ist. Der Verkehr ist einer der Sektoren, die am schwersten zu dekarbonisieren sind, und diese Regelung ergänzt andere Initiativen wie die Förderung der Bahn oder des öffentlichen Busses. Aber machen wir uns nichts vor: Der Erfolg wird davon abhängen, ob die Investitionen getätigt werden, ob die Preise für diese sauberen Kraftstoffe sinken und ob das Netz der Elektroladestationen wirklich zugänglich ist. Für einen einfachen Menschen ist es wichtig, dass dieser Plan keine radikale Veränderung von heute auf morgen verlangt, aber ihm versichert, dass das Benzin, das er in sein Auto tankt, im Laufe der Jahre weniger umweltschädlich sein wird, und wenn er sich eines Tages für ein Elektroauto entscheidet, es mehr Orte zum Aufladen geben wird und ein System, das diese Wahl belohnt. Es ist ein Horizont von zwanzig Jahren, der den Unternehmen Sicherheit geben und vor allem garantieren soll, dass die Luft, die wir atmen, ein wenig sauberer ist. Jetzt gilt es, darauf zu achten, dass es nicht nur ein frommer Wunsch bleibt und dass die Kontroll- und Sanktionsmechanismen funktionieren, denn die Umwelt wartet nicht, und wir Bürger verdienen eine Zukunft mit weniger Rauch und mehr gesundem Menschenverstand.
Have any thoughts?
Share your reaction or leave a quick response — we’d love to hear what you think!