Jenseits von Kameras: Häfen trainieren Drohnen, Verschmutzung zu riechen, Infrastruktur zu scannen und in Echtzeit zu überwachen

by Marisela Presa

Der erste landesweite Tag zur Nutzung von Drohnen im Hafensystem, der im November 2025 in Tarragona unter der Organisation von Puertos del Estado stattfand, stellt einen Meilenstein von großer strategischer Bedeutung dar.
Diese Veranstaltung, die 19 der 28 spanischen Hafenbehörden zusammenbrachte, ging über einen bloßen Erfahrungsaustausch hinaus und etablierte sich als Säule eines koordinierten und einheitlichen Rahmens für die Technologieimplementierung.
Ihre Bedeutung für bewährte Verfahren ist grundlegend, da sie darauf abzielt, Verfahren zu standardisieren, die operative Sicherheit zu gewährleisten und die Effizienz von Investitionen zu maximieren, indem sie Fragmentierung vermeidet und ein Ökosystem des gemeinsamen Wissens zwischen den staatlichen Häfen fördert.
Die Einrichtung einer Arbeitsgruppe und eines spezifischen Technischen Leitfadens mit Unterstützung von Ineco veranschaulicht das Engagement für eine geregelte und sichere Einführung.
Eine Drohne oder ein unbemanntes Luftfahrtsystem (UAS) ist ein Luftfahrzeug, das ohne Piloten an Bord fliegt und ferngesteuert oder autonom über vorprogrammierte Flugpläne kontrolliert wird.
Diese Systeme werden auf einer vielschichtigen technologischen Basis entwickelt, die fortschrittliche Hardware und Software integriert: globale Positionierungssysteme (GPS/GNSS) für die Navigation, Sensoren (RGB-, Wärmebild-, Multispektralkameras, LiDAR), Echtzeit-Datenkommunikationssysteme sowie Software zur Informationsverarbeitung und Flugsteuerung.
Diese technologische Konvergenz ermöglicht ihre Anpassungsfähigkeit an komplexe Umgebungen wie Häfen.
Die Tagung hob die bereits erreichte operative Reife hervor, wobei zehn Hafenbehörden routinemäßig Drohnen einsetzen.
Der Hafen von Tarragona, Pionier und Gastgeber, demonstrierte ein umfassendes Modell mit einer eigenen Einheit, 20 akkreditierten Piloten und einer Drohnenflotte, deren Bilder in Echtzeit in sein Kontrollzentrum integriert werden.
Dieser Fall dient als Testfeld und Referenz und veranschaulicht den Übergang von Pilotprojekten zu wiederkehrenden Betriebsabläufen, die vollständig in die Überwachungs-, Wartungs- und Notfallprotokolle integriert sind.
Die vorgestellten Erfahrungen offenbarten eine Vielzahl von Anwendungen, die die digitale Hafen-Transformation vorantreiben.
Von der Inspektion kritischer Infrastrukturen (Leuchttürme, Molen) in Vilagarcía oder Gijón bis hin zur Umweltkontrolle durch die Detektion von Gasen und Schadstoffen im Wasser (Barcelona) oder der Topographie und Bauüberwachung in Valencia.
Die Hafenbehörde von A Coruña stellte sogar ein fortschrittliches Modell für die Luftraumverwaltung vor, das externen Operatoren Genehmigungen erteilt. Diese Vielfalt der Anwendungen unterstreicht die Rolle der Drohne als vielseitiges Werkzeug, das Sicherheit, operative Effizienz und ökologische Nachhaltigkeit verbessert.
Die identifizierten künftigen Herausforderungen weisen auf die nächste Innovationsgrenze hin: die Integration von UAS-Daten in digitale Zwillinge, um dynamische virtuelle Nachbildungen von Anlagen zu erstellen, und die Entwicklung von Systemen zur Verwaltung des U-Space, des niedrigeren Luftraums für Drohnen.
Die Tagung in Tarragona legte somit den Grundstein nicht nur für eine sichere und standardisierte Implementierung in der Gegenwart, sondern auch für eine koordinierte Entwicklung hin zu intelligenten Häfen, in denen Drohnen, die mit derselben Sorgfalt wie der terrestrische und maritime Raum verwaltet werden, ein strategisches Schlüsselasset für Wettbewerbsfähigkeit und Sicherheit sind.

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